665 Millionen Euro, 95.000 Quadratmeter, 360 Meter lang. Der Flughafen München hat seit April 2026 einen komplett neuen Pier am Terminal 1, und ich glaub, die meisten Reisenden haben noch gar nicht mitbekommen, was das konkret für sie bedeutet. Nicht nur mehr Gates. Sondern CT-Scanner, bei denen dein Laptop im Koffer bleiben darf. Und Flüssigkeiten bis 2 Liter pro Behälter.
Klingt zu gut? Hab ich auch gedacht. Aber es gibt einen Haken.
Was der neue Pier am Flughafen München Terminal 1 wirklich bringt
Am 21. April 2026 ging der neue Terminal 1 Pier offiziell in Betrieb. Zwölf Gates, davon sechs für Großraumflugzeuge wie den A380. Der Pier ist ausschließlich für Non-Schengen-Flüge gedacht. Also alles, was nicht innerhalb des Schengen-Raums fliegt: USA, Asien, Naher Osten, Afrika.
Über 11.000 Passagiere und mehr als 70 Flüge am Eröffnungstag. Das ist eine Ansage.
Du erreichst den Pier über vier Glasbrücken vom Modul B im Terminal 1. Klingt schick, ist es auch. Aber die 360 Meter Länge solltest du nicht unterschätzen. Wenn dein Gate ganz am Ende liegt, bist du locker 15 bis 20 Minuten unterwegs. Wer knapp dran ist, sollte das einplanen.
CT-Scanner: Laptop bleibt drin, Flüssigkeiten bis 2 Liter
Jetzt wird's interessant für alle, die oft mit Handgepäck reisen (Demnächst). Der neue Pier hat CT-Scanner-Technologie an der Sicherheitskontrolle. Klingt erstmal nach Technik-Kram, hat aber ganz konkrete Vorteile für dich:
Laptop und Tablet bleiben im Koffer. Du musst sie nicht mehr rauskramen. Einfach den ganzen Rucksack oder Trolley aufs Band. Fertig.
Flüssigkeiten bis 2 Liter pro Behälter. Kein Zip-Beutel, keine 100-ml-Grenze. Eine volle Wasserflasche? Geht klar. Die große Sonnencreme? Auch. Das berichtet unter anderem bayern.de in einer Pressemitteilung zur neuen Scanner-Technologie.
Aber. Und das ist der Punkt, den viele übersehen werden.
Nicht alle Kontrollstellen am Flughafen München haben CT-Scanner. An den konventionellen Sicherheitskontrollen, etwa im Rest des Terminal 1 oder am Terminal 2, gilt weiterhin die bekannte 100-ml-Regel mit Zip-Beutel. Wenn du also nicht über den neuen Pier fliegst, pack deine Flüssigkeiten weiterhin so, wie du es kennst.
Bei Kofferly empfehlen wir: Im Zweifel die 100-ml-Regel einhalten. So bist du auf der sicheren Seite, egal welche Kontrollstelle du erwischst. Wer mehr dazu wissen will, findet in unserem Artikel zu den aktuellen Handgepäck-Regeln alle Details.
Welche Airlines fliegen vom neuen Terminal 1 Pier?
Rund 40 Airlines nutzen den neuen Pier für Non-Schengen-Verbindungen. Darunter einige große Namen:
American Airlines und Delta (Nordamerika)
Cathay Pacific (Hongkong)
Emirates (Dubai)
Etihad Airways (Abu Dhabi, ab Sommer auf 3x täglich)
Qatar Airways (Doha)
Vietnam Airlines (Hanoi/Ho-Chi-Minh-Stadt)
Dazu kommen neue Verbindungen im Sommer 2026: Air Serbia fliegt nach Belgrad, Royal Jordanian nimmt Amman wieder ins Programm. Insgesamt startet der Flughafen München mit 90 Airlines in den Sommer, über 206.000 Flüge zu 220 Zielen in 70 Ländern. Ziemlich beeindruckend.
Wer mit Turkish Airlines (Demnächst) oder anderen Carriern fliegt, die auch Non-Schengen-Routen bedienen, sollte vorher prüfen, ob der Flug tatsächlich vom neuen Pier abgeht. Die Info steht auf der Bordkarte und auf den Anzeigentafeln.
Essen, Shopping und der erste Duty-Free-Walkthrough
Fünf Restaurants warten im neuen Pier. Ich find die Auswahl ganz ordentlich:
Käfer (der Münchner Klassiker)
The ODEON by Käfer (gehobenere Variante)
Cucina Popolare (italienisch)
Münchner Leibspeise (bayerische Küche)
dean&david (für die, die's schnell und leicht mögen)
Und dann gibt's da noch den ersten begehbaren Duty-Free-Store am Flughafen München. Statt einem kleinen Shop, durch den du dich quetschst, läufst du jetzt wirklich durch den Laden. Ob du was kaufst oder nicht, bleibt dir überlassen. Aber die Versuchung wird größer, das ist klar.
Praktische Tipps für den Sommer 2026 am MUC
Ehrlich gesagt? Die Eröffnung des neuen Piers ändert nicht alles. Aber ein paar Sachen solltest du auf dem Schirm haben:
Mehr Zeit einplanen. Die Wege im neuen Pier sind lang. 15 bis 20 Minuten extra, besonders bei Gates am Ende des Piers. Wer mit viel Handgepäck oder Übergepäck (Demnächst) unterwegs ist, merkt das besonders.
CT-Scanner nutzen, wo's geht. Wenn dein Flug vom neuen Pier geht, profitierst du von der neuen Technik. Laptop drinlassen, Flüssigkeiten ohne Zip-Beutel. Aber verlasse dich nicht drauf, dass das überall am Flughafen so ist.
Powerbank nicht vergessen. Bei längeren Wartezeiten im Pier hilft eine Powerbank (Demnächst), um das Handy am Laufen zu halten. Die Steckdosen-Situation in neuen Terminals ist meist besser als in alten, aber sicher ist sicher.
Boarding-Pass checken. Ob dein Flug wirklich vom neuen Pier abgeht, siehst du auf der Bordkarte. Terminal 1, Modul B, dann über die Glasbrücken.
Der Flughafen München wird im Sommer 2026 voll. Richtig voll. 206.000 Flüge, 90 Airlines, Sommerferien. Wer entspannt ankommen will, fährt am besten früher los als sonst.