Backpacking mit 40: Mit Handgepäck-Rucksack durch Südeuropa
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Backpacking mit 40: Mit Handgepäck-Rucksack durch Südeuropa

Kofferly
Redaktionsteam Unser Content-Team
8 Min. Lesezeit

Letzten September stand ich am Gate in Düsseldorf. Ryanair-Flug nach Split, 6:20 Uhr morgens. Neben mir ein Typ, vielleicht 22, mit einem Rucksack so groß wie er selbst. Daneben ich, 41 Jahre alt, mit einem 40-Liter-Rucksack als Handgepäck. Er hat mich angeschaut, als wäre ich verrückt.

Ich hab's ihm nicht erklärt. Aber dir erklär ich's.

Backpacking mit 40 sieht anders aus als mit 20. Nicht schlechter. Nicht zahmer. Einfach klüger. Und ehrlich gesagt? Ich genieß's heute mehr als damals.

Kurzantwort: Backpacking mit 40 ist nicht nur machbar, sondern oft angenehmer als mit 20. Weniger Gepäck, klügeres Tempo und mehr Budget machen die Reise entspannter. Der Schlüssel: nur mit Handgepäck reisen und wissen, was man wirklich braucht.

Mit 20: Rucksack-Chaos und Schlafmangel

  1. Zwanzig Jahre alt, 75-Liter-Rucksack, null Plan.

Vier Wochen Interrail, sechs Länder, zwölf Hostels. Der Rucksack wog 18 Kilo. Ich hab ihn durch Zugwaggons geschleppt, in überfüllten Bussen zwischen meine Beine geklemmt, und am Ende der Reise tat mir alles weh. Wer wissen will, wie Interrail heute mit einem einzigen Rucksack funktioniert, wird dort überrascht sein.

Was ich mitgenommen hatte: Zu viel. Drei Jeans. Vier Paar Schuhe (wofür eigentlich?). Einen Reiseführer aus Papier. Und eine Isomatte, die ich genau einmal benutzt hab.

Was ich erlebt hab: Viel. Aber auch vieles nur halb, weil ich immer weiter wollte. Athen? Zwei Nächte. Rom? Eineinhalb Tage. Barcelona? Einen Nachmittag, dann weiter nach Lissabon.

Ich hab Orte abgehakt statt erlebt.

Mit 40: Weniger Gepäck, mehr von allem anderen

Vielleicht liegt's an der Geduld. Vielleicht auch einfach daran, dass mir mein Rücken heute andere Signale sendet als mit 20. Aber ich hab irgendwann gemerkt: Weniger Gepäck bedeutet nicht weniger Erlebnis. Es bedeutet mehr Freiheit.

Beim Backpacking mit 40 hab ich mich letztes Jahr drei Wochen durch Kroatien, Montenegro und Albanien bewegt. Nur mit Handgepäck. Ein Lumesner Handgepäck-Rucksack, extra groß, 40L, Flugzeug-zugelassen, Reiserucksack für Männer und Frauen, erweiterbar auf dem Rücken, Shacke Packwürfel 4er Set mit Wäschebeutel - Reiseorganisierer drin, und das war's.

Kein Warten am Gepäckband. Kein Stress, ob der Koffer in Tirana ankommt. Kein Schleppen durch enge Gassen. Ich bin aus dem Flieger gestiegen und war frei. Das klingt pathetisch. Ist aber so.

Wer wissen will, wie sich das in der Praxis anfühlt, findet in diesem Erfahrungsbericht über drei Wochen nur mit Handgepäck (Demnächst) einen ehrlichen Vergleich. Wie TravelTelling.net in einem detaillierten Erfahrungsbericht zeigt, funktioniert das Konzept am Balkan problemlos, sogar für acht Wochen am Stück.

Lumesner Handgepäck-Rucksack, extra groß, 40L, Flugzeug-zugelassen, Reiserucksack für Männer und Frauen, erweiterbar

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Was sich beim Backpacking mit 40 wirklich geändert hat

Ich mach mir da nichts vor: Mit 40 reist du einfach anders.

Schlafmäßig zum Beispiel. Mit 20 hab ich im 12-Bett-Schlafsaal gepennt, Ohrstöpsel rein, Augen zu, hoffen dass der Typ über mir nicht schnarcht. Heute? Privatzimmer in einem kleinen Guesthouse, 30 bis 45 Euro die Nacht. Laut Backpackinghacks.de sind am Balkan 30 bis 60 Euro pro Tag realistisch. In Albanien eher 30, in Kroatien eher 55. Ich bleib in dem Budget, schlafe aber wie ein Mensch.

Und das Tempo. Drei Wochen, drei Länder. Nicht sechs Länder in vier Wochen wie früher. Ich bleib jetzt vier, fünf Tage an einem Ort. Geh morgens zum gleichen Bäcker. Setz mich abends in die gleiche Bar. In Kotor hab ich so eine österreichische Rentnerin kennengelernt, die seit acht Jahren jeden Sommer wiederkommt. Da hab ich was verstanden.

Die Planung ist lockerer, aber nicht planlos. Ich buche zwei, drei Tage im Voraus. Spontan genug für Flexibilität, konkret genug damit ich nicht mit Rucksack durch Split irre und ein freies Zimmer suche.

Und das Gepäck. Das ist der eigentliche Unterschied. Mit 20 dachte ich, mehr Zeug bedeutet mehr Sicherheit. Mit 40 weiß ich: Weniger Zeug bedeutet weniger Stress. Zwei Merino-Shirts, eine kurze Hose, eine lange, Regenjacke, fertig. Packwürfel machen den Rucksack zum Kleiderschrank.

Das Interessante: Ich bin damit nicht mal eine Ausnahme. Das Durchschnittsalter in Hostels liegt laut MightyTravels inzwischen bei 32 Jahren, hochgezogen von 25 im Jahr 2010. Und The Broke Backpacker berichtet, dass der Anteil der Backpacker ab 30 sich seit 2002 verdoppelt hat. In Kotor saß ich auf der Dachterrasse mit einem Architekten aus Stockholm und einer Lehrerin aus Salzburg. Kein 20-Jähriger weit und breit. Wir hatten trotzdem Spaß.

Die Rucksackreise für Erwachsene ist längst kein Ausnahmefall mehr.

Warum Südeuropa Backpacking mit 40 so gut funktioniert

Der Balkan war keine romantische Entscheidung. Es war eine praktische. Drei Flugstunden ab Düsseldorf, keine Zeitverschiebung, im Sommer verlässlich warm. Thailand wäre billiger gewesen, aber der Jetlag kostet die ersten zwei Reisetage, und die Logistik frisst genau die Spontaneität, die ich gesucht hab.

Beim Südeuropa-Backpacking hab ich mich bewusst für den Balkan entschieden und nicht für Südostasien. Kroatien als Einstieg fühlt sich vertraut an. Gute Infrastruktur, gutes Essen, verlässliche Busse. Montenegro danach ist der Mittelweg. Günstigere Unterkünfte, weniger Touristen, die Bucht von Kotor als Highlight.

Und Albanien am Ende der Reise? Das war der Teil, an den ich mich am meisten erinnere. Saranda morgens um acht, der Markt, zwei alte Männer die Backgammon spielen und mich kurz anschauen, dann weiterspielen. So als ob ein 41-jähriger Deutscher mit Rucksack nichts Besonderes wäre. War ich auch nicht. Das hat gefühlt.

Reise-Autor Cameron Hewitt vom Rick Steves-Team schreibt: "I felt at least as safe as I would in other parts of Europe." Ich hab mich in Saranda sicherer gefühlt als in manchen Vierteln von Düsseldorf.

Was ich bei der Rucksack-Wahl unterschätzt hatte: Die Handgepäck-Maße der Airlines. Wer noch unsicher ist, ob sich Ryanair Priority lohnt, findet dort einen konkreten Kosten-Check. Ryanair erlaubt gratis nur eine kleine Tasche (40x20x25 cm). Für den großen Rucksack brauchst du Priority oder ein Plus-Ticket. Wer zwischen Ryanair und Wizz Air wechselt, sollte vorher die Handgepäck-Regeln der jeweiligen Airline (Demnächst) checken.

Was ich beim Backpacking mit 40 besser mache

Ich will das hier nicht als "früher war alles schlecht" verkaufen. Backpacking mit 40 heißt nicht, dass mit 20 alles schlimm war. Mit 20 zu reisen war großartig. Aber bestimmte Dinge kann ich heute besser.

Ich verhandele ruhiger. Wenn der Taxifahrer in Tirana 20 Euro will und es 8 kosten sollte, diskutier ich nicht. Ich lächle, sage den echten Preis, und gehe. Funktioniert fast immer.

Ich pack besser. TravelWise Gepäck-Organisationswürfel 5er Set (1 Small, 2 Medium, 2 Large) statt losem Chaos. Alles hat seinen Platz. Morgens bin ich in zehn Minuten reisefertig. Wer eine konkrete Packliste für Mehrländer-Reisen sucht, findet dort eine praxiserprobte Vorlage mit Packwürfel-Strategie.

Ich genieß Langeweile. Mit 20 musste jeder Tag ein Abenteuer sein. Heute sitz ich auch mal einen ganzen Nachmittag in einem Café in Kotor und les. Kein schlechtes Gewissen.

Und ich hab Geld. Nicht viel, aber genug für ein ordentliches Abendessen statt jeden Abend Instant-Nudeln. Ferngeweht.de bringt's auf den Punkt: Wer mit 40 reist, ist lebenserfahren genug, um auch mal ein besseres Zimmer zu nehmen. Ich würd's etwas anders sagen: Du weißt inzwischen, dass ein beschissener Schlaf die ganze nächste Etappe ruiniert. Das ist kein Luxus. Das ist einfach rechnen.

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Backpacking mit 40: Mein Setup für Südeuropa

Falls du dich fragst, was genau ich bei einer Handgepäck-Rucksack-Reise mitnehme:

Das war's. Wiegt alles zusammen unter 8 Kilo. Und ich hab auf drei Wochen nichts vermisst. Ehrlich gesagt hab ich nicht einmal das zweite Paar kurze Hosen gebraucht.

Wer sich einen Überblick über getesteten Handgepäck-Rucksäcken verschaffen will, findet dort alle gängigen 40L-Modelle im direkten Vergleich. Die meisten passen bei Ryanair nur mit Priority-Ticket als Handgepäck.

Vielleicht klingt das alles zu organisiert für Backpacking mit 40. Kann sein. Aber genau das ist der Punkt. Mit 40 weißt du, was du brauchst und was nicht.

Ich hab letzten September auf dem Rückflug von Split in meinem Sitz gesessen, Rucksack unterm Vordersitz, und gedacht: Das war's. Drei Wochen, ein Rucksack, null Stress am Gepäckband. Den Typen mit dem riesigen Rucksack vom Gate hab ich nicht mehr gesehen. Wahrscheinlich wartete er noch auf sein Aufgabegepäck. Ich war schon weg.

Das ist der ganze Trick.

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Häufig gestellte Fragen

Nein. Und wer das fragt, hat einfach noch nicht den Blick in eine Hostel-Küche geworfen. Backpacking mit 40 ist heute normal: Das Durchschnittsalter der Hostel-Gäste liegt laut MightyTravels inzwischen bei 32 Jahren. 25 % aller Solo-Reisenden sind zwischen 30 und 39, weitere 20 % in den 40ern. Du bist in guter Gesellschaft.

Für Südeuropa im Sommer absolut. Leichte Kleidung braucht wenig Platz. Mit Packwürfeln und Merino-Shirts (mehrfach tragbar) sind drei Wochen kein Problem. Ich hab's selbst getestet.

Rechne mit 30 bis 60 Euro pro Tag, je nach Land. Albanien ist günstiger (30 bis 40 Euro), Kroatien teurer (45 bis 60 Euro). Privatzimmer, lokales Essen und öffentliche Verkehrsmittel sind darin locker enthalten.

40L-Rucksäcke passen bei den meisten Airlines als Handgepäck, allerdings oft nur mit Priority-Ticket. Achte auf die Maße deiner Airline. Bei Ryanair ist das große Handgepäck 55x40x20 cm.

Ja. Cameron Hewitt vom Rick Steves-Team bestätigt: Die Region fühlt sich mindestens so sicher an wie andere Teile Europas. Normale Vorsicht gegen Taschendiebstahl genügt.
*Last updated: Juni 2026*

Quellen

  1. 1 TravelTelling.net in einem detaillierten Erfahrungsbericht
  2. 2 Backpackinghacks.de
  3. 3 MightyTravels
  4. 4 The Broke Backpacker
  5. 5 Rick Steves-Team
  6. 6 Ferngeweht.de