Smart Koffer Test: 6 Monate ehrlich getestet
Vor sechs Monaten hab ich mir einen Smart Koffer gekauft. GPS-Tracking, USB-Ladeport, eigene App, das ganze Programm. 340 Euro. Meine Frau fand das albern. Ehrlich gesagt? Ich war mir selbst nicht sicher.
Vor sechs Monaten hab ich mir einen Smart Koffer gekauft. GPS-Tracking, USB-Ladeport, eigene App, das ganze Programm. 340 Euro. Meine Frau fand das albern. Ehrlich gesagt? Ich war mir selbst nicht sicher.
4 Milliarden Euro. 10 Jahre Bauzeit. Und ich stehe da, morgens um kurz nach zehn, vor einer Glasfassade, die locker 18 Meter in die Höhe geht. Um mich herum: Tausende Leute, alle mit dem gleichen Blick. Halb staunend, halb ungläubig. Das ist also Terminal 3 am Frankfurter Flughafen. Und ich hab's...
Am Check-in-Schalter hat uns die Frau am Nachbartresen angeschaut, als hätten wir unser halbes Gepäck im Taxi vergessen. Ein Koffer für die ganze Familie, dahinter zwei Erwachsene und zwei Kinder, sonst nur Rucksäcke. Zehn Tage Mallorca. Ihr Blick sagte alles: *Das kann doch nicht euer Ernst sein.*
7,4 Kilogramm. Und trotzdem stand ich um 5:30 Uhr morgens ratlos vor dem Bett und fragte mich, was noch weg kann. Das war mein gesamtes Gepäck für fünf Tage Handgepäck-Geschäftsreise nach München. Anzug, Laptop, Ladekabel, zwei Hemden, Kulturbeutel. Alles in einem Trolley, der aussah, als hätte...
Ich hab die Ryanair Handgepäck zu groß Gebühr am eigenen Portemonnaie kennengelernt. 75 € für zwei Zentimeter. An einem Dienstag im Mai, Gate B22, Flieger nach Alicante. Und ich stand da wie ein Idiot, mit dem halben Boarding hinter mir in der Schlange.
Drei Tage nach der Hochzeit standen wir am Flughafen Frankfurt. Jonas mit einem Rucksack, ich mit einem Rucksack. Sonst nichts. Für zwei Wochen Bali.
Athen, Tag 11. Ich sitze in einer Taverne am Hafen von Naxos, trinke kalten Freddo Espresso und trage mein letztes sauberes T-Shirt. In meinem Kabinentrolley steckt alles, was ich für diesen Urlaub besitze: 7,2 Kilogramm. Vierzehn Tage, ein Koffer, null Aufgabegepäck.
München Hauptbahnhof, Gleis 11, kurz nach sieben Uhr morgens. Ich steh da mit einem 40-Liter-Rucksack auf dem Rücken, einem Interrail Global Pass in der App und vierzehn Tage Europa vor mir. München, Wien, Budapest, Prag, Berlin. Fünf Städte, fünf Länder, ein einziger Rucksack.
22:15 Uhr, Flughafen Düsseldorf. Unser Dreijähriger lag bäuchlings auf dem Koffer und hat geschrien, weil er sein Kuscheltier nicht finden konnte. Die Fünfjährige hat gefragt, ob wir schon da sind. Der Flieger nach Cancún ging in 80 Minuten.
Florenz, Monat 14. Kopfsteinpflaster in der Altstadt, 28 Grad, und ich ziehe unseren mittleren Koffer hinter mir her. Ein Rad eiert. Nicht dramatisch, aber ich merk's sofort. Das war der Moment, in dem ich wusste: Dieses Kofferset hat seinen Zenit überschritten.
Ich stand am Frühstückstisch, Handy in der Hand, und wollte einfach nur einen billigen Lufthansa-Flug nach Lissabon buchen. Fünf Jahre nicht geflogen, mein erster Flug nach Corona quasi. 2021 war das letzte Mal, ein leerer Flughafen, Maskenpflicht, halb ausgestorbene Terminals. Ich dachte: Das...
Mein Kumpel Dave aus Austin war nervös. Richtig nervös. Er hatte auf Reddit von 7-Stunden-Schlangen in Lissabon gelesen und drei Tage vor seiner Landung in Frankfurt geschrieben: "Should I book a hotel near the airport just in case?"