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Warum sind Flüge so teuer? EU Emissionshandel 2026

Warum sind Flüge so teuer? EU Emissionshandel 2026

92 Euro pro Tonne CO2. So viel zahlen Airlines seit Januar 2026 für ihre Emissionen. Und das Irre daran: Bis Ende 2025 bekamen sie den Großteil der Zertifikate noch geschenkt. Jetzt ist Schluss damit.

Kurzantwort: Warum sind Flüge so teuer? Weil Airlines seit dem 1. Januar 2026 null kostenlose CO2-Zertifikate mehr erhalten. Die Kosten dafür landen auf deinem Ticket. Dazu kommen die SAF-Beimischungspflicht und die höchsten Flughafengebühren Europas.

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Was hat sich am 1. Januar 2026 geändert?

Bis 2023 bekamen Airlines bis zu 82 % ihrer CO2-Zertifikate kostenlos. Ein Geschenk der EU, um den Übergang sanft zu gestalten. Dann kam die schrittweise Kürzung: 2024 fielen 25 % weg, 2025 nochmal 50 %. Und seit dem 1. Januar 2026? Null. Gar nichts mehr gratis.

Jedes Gramm CO2, das eine europäische Airline innerhalb des EWR ausstößt, muss jetzt mit einem gekauften Zertifikat abgedeckt werden. Bei einem Preis von 92 Euro pro Tonne im Januar 2026 sind das richtig hohe Summen.

Ich glaub, viele Leute unterschätzen, was das in der Praxis heißt.

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Was kostet das die Airlines?

Am besten zeigt's ein konkretes Beispiel. KLM hat seine ETS-Kosten veröffentlicht: 25 Millionen Euro im Jahr 2019, 152 Millionen 2024. Bis 2030 rechnet die Airline mit 325 Millionen. Pro Jahr.

Und KLM ist nur eine von vielen. Der Branchenverband Airlines for Europe (A4E) schätzt die Gesamtbelastung für seine Mitglieder auf rund 5 Milliarden Euro bis 2030. Das Geld muss irgendwo herkommen.

Wo? Na, von dir.

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Was heißt das für dein Flugticket?

Die Lufthansa Group war die Erste, die es offen ausgewiesen hat: ein Umweltkostenzuschlag von 1 bis 5 Euro auf Kurzstrecken in der Economy. In der First Class Langstrecke bis zu 72 Euro. Das ist zumindest ehrlich. Andere Airlines haben die Kosten still in den Grundpreis eingepreist.

Aber der Preiseffekt geht über Zuschläge hinaus. Ryanair hat für den Sommer 2025 ganze 1,8 Millionen Sitzplätze in Deutschland gestrichen. Dortmund, Dresden, Leipzig: komplett raus. Hamburg: 60 % weniger Kapazität. Auch easyJet und Wizz Air haben ihr Angebot eingedampft. Mehr dazu in unserem Artikel über gestrichene Ryanair-Strecken.

Weniger Billigflieger bedeutet weniger Wettbewerb. Weniger Wettbewerb bedeutet: höhere Preise für alle.

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Warum trifft es Deutschland besonders hart?

Wenn du dich also fragst, warum sind Flüge so teuer geworden gerade hier bei uns: Deutschland ist mit rund 35 Euro staatlichen Abgaben pro Passagier das teuerste Abflugland Europas. Luftverkehrsteuer, Sicherheitsgebühren, Flugsicherungskosten. Das alles kommt oben auf die ETS-Kosten drauf.

Ryanair-CEO Eddie Wilson hat's so formuliert: Deutsche Bürger zahlen die höchsten Flugpreise in ganz Europa. Nicht weil Kerosin hier teurer ist, sondern wegen der staatlichen Aufschläge.

Dann gibt's noch die SAF-Pflicht. Seit 2025 müssen alle Abflüge aus EU-Flughäfen 2 % nachhaltige Flugkraftstoffe beimischen. SAF kostet aber das Zwei- bis Fünffache von normalem Kerosin. Die ERA hat nach der Februar-2026-Frist berichtet, dass viele Lieferanten die nötigen SAF-Nachweise gar nicht fristgerecht eingereicht haben. Das Ergebnis: Airlines riskieren Bußgelder für Verzögerungen, die sie selbst gar nicht verursacht haben.

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Hilft die geplante Steuersenkung?

Ab Juli 2026 soll die Luftverkehrsteuer in Deutschland gesenkt werden. Wir haben das in unserem Artikel zur Luftverkehrssteuer-Senkung ab Juli 2026 genauer aufgedröselt. Klingt gut, oder? Ehrlich gesagt: kaum.

Die Entlastung liegt bei ungefähr 3 Euro pro Passagier. Der BDL-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang sagt dazu: Die Branche braucht mindestens 15 Euro Entlastung pro Ticket, um wettbewerbsfähig zu bleiben. 3 Euro sind da ein Tropfen auf den heißen Stein.

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Tipps: Wie du trotzdem günstiger fliegst

Du kannst die Regulierung nicht ändern. Aber du kannst clever buchen.

Wer 4 bis 8 Wochen vor dem Abflug bucht, zahlt bei Europaflügen oft deutlich weniger. Dienstag und Mittwoch sind in der Regel die günstigsten Buchungstage. Preisalarme bei Skyscanner oder Google Flights helfen dir, den besten Moment nicht zu verpassen.

Noch ein Tipp, den viele übersehen: Wer nur mit Handgepäck reist, spart bei den meisten Airlines sofort beim Tarif. Kein Aufgabegepäck heißt niedrigere Gebühren und günstigere Ticketklassen. Besonders bei Ryanair und easyJet macht das einen echten Unterschied.

Und falls du dir gerade denkst, ob du wirklich den Sommerflugplan 2026 abwarten sollst: Eher nicht. Wer die Wahl hat, bucht jetzt. Die Preise steigen tendenziell, je näher die Hauptsaison rückt. Vielleicht lohnt sich auch ein Blick auf Noise-Cancelling Kopfhörer für den Flug. Weil wenn schon teurer fliegen, dann wenigstens bequem.

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Häufig gestellte Fragen

Warum sind Flüge 2026 so teuer?

Seit dem 1. Januar 2026 bekommen europäische Airlines keine kostenlosen CO2-Zertifikate mehr. Bei einem Preis von 92 Euro pro Tonne CO2 entstehen Milliarden-Mehrkosten, die an Passagiere weitergegeben werden. Dazu kommen SAF-Pflichten und Deutschlands hohe Standortgebühren.

Wird Fliegen ab 2026 billiger?

Wahrscheinlich nicht. Die geplante Luftverkehrsteuersenkung ab Juli 2026 bringt nur ca. 3 Euro Entlastung pro Ticket. Die ETS- und SAF-Kosten steigen aber weiter. Experten rechnen mit strukturell höheren Flugpreisen.

Wie hoch ist die ETS-Gebühr pro Flug?

Das hängt von der Strecke ab. Lufthansa weist einen Umweltkostenzuschlag von 1 bis 5 Euro auf Kurzstrecken Economy aus, bis zu 72 Euro in der First Class auf Langstrecken. Andere Airlines kalkulieren die Kosten direkt in den Ticketpreis ein.

Werden Flüge teurer je später man bucht?

Ja, in der Regel schon. Bei Europaflügen ist der Sweet Spot 4 bis 8 Wochen vor Abflug. Danach steigen die Preise oft deutlich, besonders in der Hauptsaison. Preisalarme helfen, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen.

Wann werden Flüge wieder günstiger?

Ehrlich gesagt: wahrscheinlich so schnell nicht. Die ETS-Kosten sind strukturell und steigen bis 2030 weiter, das lässt sich nicht wegdiskutieren. Die Luftverkehrsteuersenkung ab Juli 2026 bringt immerhin eine kleine Entlastung von rund 3 Euro pro Passagier.
*Letztes Update: März 2026*

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Quellen

  1. 92 Euro pro Tonne airliners.de
  2. 25 Millionen Euro im Jahr 2019, 152 Millionen 2024 aerospaceglobalnews.com
  3. Lufthansa Group newsroom.lufthansagroup.com
  4. Ryanair corporate.ryanair.com
  5. 35 Euro staatlichen Abgaben pro Passagier bdl.aero
  6. gesenkt werden aerointernational.de
  7. 4 bis 8 Wochen vor dem Abflug bucht fliegen.de

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