Kerosinpreise verdoppelt: So teuer werden Flüge ab Deutschland im Sommer 2026
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Kerosinpreise verdoppelt: So teuer werden Flüge ab Deutschland im Sommer 2026

Kofferly
Redaktionsteam Unser Content-Team
6 Min. Lesezeit

München nach Bangkok, hin und zurück: 3.200 Euro. Vor sechs Wochen waren es noch 1.000 Euro.

Ich hab die Zahl dreimal nachgerechnet. +225 Prozent auf einer der beliebtesten deutschen Fernreiserouten, berichtet Mannheim24. Frankfurt nach Singapur? Laut Euronews Travel von 400 bis 800 Euro auf über 2.000 Euro gestiegen. Und das ist kein Ausreißer.

Der Grund: Kerosin ist seit Ende Februar 2026 von 85 bis 90 Dollar pro Barrel auf 150 bis 200 Dollar geschossen. Laut airliners.de hat sich der Preis in wenigen Tagen fast verdoppelt. Der Iran-Konflikt, die faktische Blockade der Straße von Hormus, 25 Prozent des weltweiten Kerosinangebots stecken dort fest. So die Kurzfassung.

Was mich aber viel mehr interessiert: Was bedeutet das für die Flugpreise 2026 konkret, und was kannst du jetzt tun?

Kurzantwort: Kerosin hat sich seit Februar 2026 fast verdoppelt (85 auf 150 bis 200 Dollar pro Barrel). Langstrecken nach Asien und Australien sind am stärksten betroffen, mit Preiserhöhungen von 150 bis 400 Prozent. Europäische Kurzstrecken bleiben weitgehend stabil. Wer jetzt flexibel reagiert, kann trotzdem günstig reisen.

Langstrecke vs. Kurzstrecke: Wen trifft teures Kerosin bei den Flugpreisen 2026 am härtesten?

Wer nach Thailand, Bali oder Japan wollte, hat gerade ein Problem. Die Preisexplosion trifft vor allem Strecken, die über Golf-Hubs geroutet werden, also Dubai, Doha, Abu Dhabi. Kerosin macht laut dem Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) 20 bis 30 Prozent der Betriebskosten einer Airline aus. Auf Langstrecken spürst du jeden Cent davon.

Gute Nachricht für alle, die Mallorca, Kreta oder die Costa del Sol im Blick haben: Europäische Kurzstrecken sind laut Euronews Travel kaum betroffen. Die Lieferketten laufen anders, die absoluten Mehrkosten bei kurzen Flügen sind überschaubar.

Wer 2026 günstig fliegen will und flexibel ist, fährt mit Südeuropa diesen Sommer deutlich besser. Klingt nüchtern. Ist es auch. Aber wer Mallorca gegen Bangkok tauscht, spart diesen Sommer womöglich 1.500 Euro, und hat trotzdem Urlaub.

Welche Airline ist wie gut abgesichert?

Nicht jede Airline trifft es gleich hart. Wer keinen Treibstoffzuschlag auf Tickets aufschlägt, hat meist Fuel Hedging betrieben, also den Kerosinbedarf vorab zu festen Preisen eingekauft.

Wie airliners.de analysiert:

  • Ryanair: 80 Prozent abgesichert bei 67 Dollar pro Barrel

  • Easyjet: 84 Prozent für das erste Halbjahr

  • Air France-KLM: 87 Prozent

  • Lufthansa: Nur 28 Prozent für 2026

Der letzte Punkt ist der, der weh tut. Deutschlands größte Langstrecken-Airline hat vergleichsweise wenig abgesichert. Wenn das Hedging ausläuft, landen die vollen Marktpreise direkt im Ticket. Und das bei den Strecken, die ohnehin schon teurer geworden sind. IATA-Generaldirektor Willie Walsh warnte deutlich: "This will hit everyone."

Für dich heißt das: Kurzstrecken bei Ryanair oder Easyjet bleiben wahrscheinlich stabiler als Lufthansa-Langstrecken nach Asien. Bevor du aber allzu optimistisch auf Billigflieger umsattelst: Schau dir an, was Ryanair und Easyjet sonst noch kassieren (Demnächst), denn Gepäckgebühren können die Tickatersparnis schnell wieder auffressen.

Aber vielleicht denkst du gerade: Kommt da nicht noch was von der Regierung? Gute Frage.

Die Steuersenkung ab Juli: Hilft die was?

Die Bundesregierung senkt ab dem 1. Juli 2026 die Luftverkehrssteuer. Kurzstrecke von 15,53 auf 13,03 Euro, Langstrecke von 70,83 auf 59,43 Euro.

Klingt erst mal gut. Aber ehrlich? 11,40 Euro Ersparnis auf der Langstrecke, wenn dein Ticket um 500 bis 2.000 Euro teurer geworden ist. Das ist wie ein Pflaster auf einem Beinbruch. Mitgenommen. Aber plan nichts davon ein.

Zusammen mit den steigenden Flughafengebühren (Demnächst), Deutschland liegt 2026 bereits auf Rekordhoch in der EU, ergibt sich ein doppelter Kostendruck, der sich im Ticket niederschlägt. Die Flugpreise 2026 bleiben trotzdem deutlich teurer als noch vor wenigen Monaten.

Flugpreise 2026 zu teuer? Was du jetzt tun solltest

Die Flugpreise 2026 sind durch den teuren Kerosinpreis deutlich gestiegen. Was du tun solltest, hängt von deiner Situation ab:

Du hast schon gebucht? Dann mach erstmal nichts. Dein Ticket gilt zum vereinbarten Preis. Umbuchen lohnt sich fast nie, außer du bekommst eine kostenlose Stornierung angeboten. Aber was passiert, wenn dein Flug trotzdem ausfällt (Demnächst) wegen weiterer Eskalation im Nahen Osten, haben wir ausführlich erklärt.

Du musst für einen festen Termin buchen? Warte nicht. Die Preise könnten weiter steigen, wenn das Hedging der Airlines ausläuft. Besonders bei Langstrecken gilt: je früher, desto besser.

Du bist flexibel? Dann schau dir europäische Ziele an. Spanien, Italien, Griechenland, Portugal. Wer ohnehin flexibel und leicht reist (Demnächst), tut sich gerade doppelt leicht: weniger Gepäckgebühren, weniger Bindung an teure Langstrecken. Oder schieb die Fernreise auf 2027, wenn die Flugpreise im Sommer 2026 wieder sinken sollen. Die US-Energiebehörde EIA prognostiziert für nächstes Jahr deutlich niedrigere Kerosinpreise.

Ein letzter Gedanke: Bei einem 2.000-Euro-Ticket schmerzt der Übergewichtszuschlag doppelt. 50 bis 100 Euro extra für einen zu schweren Koffer, das ist Geld, das du bei den Flugpreisen gerade lieber nicht ausgibst. Ein leichter Cabin Max Anode Handgepäck Koffer 55x40x20 - Leicht, Hartschale, Handgepäck Trolley mit 4 Rädern oder gut organisiertes Cipway Kompressions-Packwürfel-Set, ultraleicht, erweiterbar, Reise-Organizer für Handgepäck, 3 Stück kann da tatsächlich einen Unterschied machen. Mehr dazu findest du in unserem Guide zum Reisen nur mit Handgepäck (Demnächst).

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Häufig gestellte Fragen

Nein, aber das kommt drauf an, wohin du willst. Langstrecken nach Asien und Australien sind am härtesten getroffen, teils 150 bis 400 Prozent teurer. Kurzstrecken nach Spanien, Italien oder Griechenland? Kaum betroffen. Andere Lieferketten, andere Welt.

Kurz gesagt: geopolitische Kettenreaktion. Der Iran-Konflikt hat die Straße von Hormus praktisch blockiert. Durch diese Meerenge laufen rund 25 Prozent des weltweiten Kerosinangebots. Der Preis stieg von 85 bis 90 Dollar pro Barrel auf 150 bis 200 Dollar in wenigen Wochen.

Fester Termin, keine Flexibilität? Jetzt buchen. Wirklich. Die Preise können weiter steigen, je mehr Airline-Hedging ausläuft.
Flexibel? Dann schau nach Europa oder leg die Fernreise auf 2027. Laut EIA-Prognosen sollten die Kerosinpreise nächstes Jahr wieder fallen. Das ist kein Trost für diesen Sommer, aber ein Plan für nächsten.

Nur minimal. Die Ersparnis liegt bei 2,50 Euro auf Kurzstrecken und 11,40 Euro auf Langstrecken. Das kann die Kerosin-Mehrkosten von hunderten Euro pro Ticket auf Langstrecken nicht annähernd ausgleichen.

Airlines mit hohem Fuel Hedging. Ryanair hat 80 Prozent bei 67 Dollar abgesichert, Easyjet 84 Prozent, Air France-KLM 87 Prozent. Lufthansa ist mit nur 28 Prozent Hedging für 2026 deutlich schlechter aufgestellt, und wird die gestiegenen Kerosinpreise 2026 stärker in Flugpreise weitergeben müssen.
*Zuletzt aktualisiert: 22. März 2026. Preise und Hedging-Werte können sich täglich ändern.*

Quellen

  1. 1 berichtet Mannheim24
  2. 2 Euronews Travel
  3. 3 airliners.de
  4. 4 Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL)
  5. 5 Wie airliners.de analysiert
  6. 6 warnte deutlich
  7. 7 Luftverkehrssteuer