CT-Scanner an deutschen Flughäfen: Wo Laptop und Flüssigkeiten im Handgepäck bleiben dürfen
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CT-Scanner an deutschen Flughäfen: Wo Laptop und Flüssigkeiten im Handgepäck bleiben dürfen

Kofferly
Redaktionsteam Unser Content-Team
5 Min. Lesezeit

Am 22. April 2026 öffnet Frankfurt sein neues Terminal 3. 21 Kontrollspuren, alle mit CT-Scanner. Laptop bleibt im Rucksack, Flüssigkeiten im Handgepäck bis 2 Liter pro Flasche. Kein Auspacken, kein Zip-Beutel. Klingt gut, oder?

Das Problem: An den meisten deutschen Flughäfen sieht die Realität noch anders aus. Ich hab mir den aktuellen Stand für März 2026 angeschaut und war überrascht, wie unterschiedlich die Lage wirklich ist.

Kurzantwort: Die EU hat CT-Scanner seit Juli 2025 offiziell für Flüssigkeiten bis 2 Liter pro Behälter zugelassen. Aber nur wenige deutsche Flughäfen sind komplett umgerüstet. Solange du nicht sicher weißt, dass du an einer CT-Spur landest, pack deine Flüssigkeiten im Handgepäck lieber weiterhin nach der alten 100-ml-Regel ein.

Was CT-Scanner für dich als Reisende/r ändern

Die neuen Geräte erzeugen dreidimensionale Bilder deines Handgepäcks. Das Sicherheitspersonal kann den Koffer am Bildschirm drehen und zoomen. Das bedeutet: Laptops, Tablets und Flüssigkeiten müssen nicht mehr raus. Laut Munich Airport können an CT-Spuren bis zu vier Passagiere gleichzeitig ihr Gepäck aufs Band legen. In einem Pilotversuch in München stieg der Durchsatz laut Business Insider um 160 Prozent pro Kontrollspur.

Klingt nach weniger Stress. Ist es auch, wenn du die richtige Spur erwischst.

CT-Scanner an deutschen Flughäfen: Die Übersicht

Hier der aktuelle Status (Stand: März 2026):

Flughafen CT-Status Flüssigkeiten >100 ml? Laptop drin lassen?
Frankfurt T3 (ab 22.04.) 21 Spuren, 100 % CT Ja Ja
Frankfurt T1 (A, Z, B-West) Voll CT Ja, bis 2 L Ja
Frankfurt T2 (D, E) Kein CT Nein Nein
München T2 15 Spuren, 100 % CT Ja Ja
München T1 ca. 33 % CT Nur an CT-Spuren Nur an CT-Spuren
BER Berlin 24 von ~32 Spuren Empfehlung: 100 ml Ja, an CT-Spuren
Köln/Bonn 11 Spuren im Umbau Ab Sommer 2026 Ab Sommer 2026
Düsseldorf 7 CT-Spuren Nein Teilweise
Hamburg 6 von 18 Spuren Nein Teilweise
Stuttgart T3 Ab Ostern 2026, 2 Spuren Nein Nein

Quellen: Fraport, BER, airliners.de

Das Mischbetrieb-Problem

Und hier wird's knifflig. Die meisten Flughäfen betreiben alte und neue Scanner nebeneinander. Du weißt vorher nicht, an welcher Spur du landest. Frankfurt ist ein gutes Beispiel: In den Bereichen A und Z darfst du seit September 2025 laut Frankfurtflyer.de Flüssigkeiten bis 2 Liter mitnehmen. Gehst du aber über Terminal 2 zu den Gates D oder E? Alte Regel, alter Scanner, Flüssigkeiten raus.

Am BER sieht's ähnlich aus. 24 CT-Spuren sind top. Aber der Flughafen empfiehlt trotzdem, sich an die 100-ml-Regel zu halten, weil nicht alle Passagiere garantiert eine CT-Spur bekommen. BER-Chefin Aletta von Massenbach sagte zwar, die Wartezeiten lagen in der Ferienzeit unter zehn Minuten. Die alte Flüssigkeitsregel gilt dort trotzdem noch offiziell.

Köln/Bonn wird Vorreiter

Einen Flughafen solltest du dir merken: Köln/Bonn investiert 25 Millionen Euro in den Komplettumbau aller 11 Kontrollspuren. Bis Sommer 2026 soll Köln/Bonn der erste große deutsche Flughafen sein, an dem du dich gar nicht mehr fragen musst: CT oder kein CT? Alles CT. Bayern zieht mit über 45 Millionen Euro nach, um München komplett umzurüsten.

Was du jetzt tun solltest

Pack deine Flüssigkeiten im Handgepäck weiterhin in den 1-Liter-Beutel. Ja, auch wenn du ab Frankfurt T1 fliegst. Der Beutel schadet nie, und du sparst dir die Diskussion, falls du doch an einer alten Spur landest. Wenn du noch einen guten Handgepäck-Rucksack suchst, der ein separates Laptopfach hat: Gerade an Flughäfen ohne CT lohnt sich das, weil du den Laptop schneller rausziehen kannst.

Planst du über Ostern zu fliegen? Dann schau dir auch unseren Artikel zur Streikgefahr an Ostern 2026 (Demnächst) an. Die Sicherheitskontrolle ist eine Sache. Ob dein Flieger überhaupt abheben darf, eine andere.

Mehr zu den aktuellen Flüssigkeitsregeln im Handgepäck findest du in unserem ausführlichen Guide.

Häufig gestellte Fragen

An Flughäfen mit CT-Scannern dürfen Flüssigkeiten bis zu 2 Liter pro Behälter ins Handgepäck. Ohne CT gilt weiterhin die 100-ml-Regel im 1-Liter-Zip-Beutel. Die EU hat die Technik im Juli 2025 zugelassen, aber die Umrüstung dauert. Stand März 2026 sind die meisten deutschen Airports noch nicht komplett umgerüstet.

Frankfurt (T1 Bereiche A, Z, B-West und ab April T3), München T2, BER (24 Spuren), Düsseldorf (7 Spuren), Hamburg (6 Spuren) und Stuttgart (ab Ostern 2026). Köln/Bonn rüstet bis Sommer 2026 komplett um. Die genaue Verteilung findest du in der Tabelle oben.

An CT-Spuren: Nein. Laptop, Tablet und Flüssigkeiten bleiben im Handgepäck. An herkömmlichen Röntgenspuren musst du den Laptop weiterhin separat aufs Band legen. Da du vorher nicht immer weißt, welche Spur du bekommst, lohnt sich ein Rucksack mit schnell erreichbarem Laptopfach.

So viele, wie in einen transparenten 1-Liter-Zip-Beutel passen. Das sind in der Praxis sechs bis acht Fläschchen. Pro Person ist ein Beutel erlaubt. An CT-Spuren mit aufgehobener Regel darfst du Flüssigkeiten bis 2 Liter pro Behälter ohne Beutel mitnehmen.
*Letztes Update: März 2026*

Quellen

  1. 1 Munich Airport
  2. 2 Business Insider
  3. 3 Fraport
  4. 4 BER
  5. 5 airliners.de
  6. 6 Frankfurtflyer.de
  7. 7 Köln/Bonn investiert 25 Millionen Euro