2-Liter-Regel 2026: Diese EU-Flughäfen erlauben jetzt große Flüssigkeiten
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2-Liter-Regel 2026: Diese EU-Flughäfen erlauben jetzt große Flüssigkeiten

Kofferly
Redaktionsteam Unser Content-Team
6 Min. Lesezeit

Du stehst in Frankfurt am Gate. Die 1,5-Liter-Wasserflasche in deinem Handgepäck kam problemlos durch die Sicherheitskontrolle. Zwei Wochen später, Rückflug von Barcelona: Dieselbe Flasche wird konfisziert.

Willkommen in der Welt der 2-Liter-Regel. Oder besser: der Nicht-Regel.

Seit Juli 2025 erlauben einige EU-Flughäfen bis zu 2 Liter Flüssigkeiten im Handgepäck. Andere halten an der alten 100-ml-Grenze fest. Und die meisten? Liegen irgendwo dazwischen. Manchmal sogar Terminal für Terminal am selben Flughafen.

Kurzantwort: Aktuell erlauben Dublin, Rom, Bologna und Mailand Linate bis zu 2 Liter Flüssigkeiten im Handgepäck. Frankfurt, München und Berlin haben CT-Scanner nur an einigen Kontrollen. Pack daher weiterhin nach der 100-ml-Regel, um Probleme zu vermeiden.

Die Technik hinter dem Chaos

CT-Scanner. Das ist der Grund, warum manche Flughäfen jetzt großzügiger bei Flüssigkeiten im Handgepäck sind.

Die Europäische Kommission genehmigte im Juli 2025 bestimmte C3-Scanner für den Einsatz am Flughafen. Diese Geräte nutzen Computertomographie (dieselbe Technologie wie im Krankenhaus) und können Flüssigkeiten direkt im Gepäck analysieren, ohne dass du sie auspacken musst.

Klingt gut, oder? Ist es auch. Mit einem Haken:

Ein einziger C3-Scanner kostet zwischen 200.000 und 300.000 Euro. Laut ACI Europe sind das etwa 8-mal mehr als herkömmliche Röntgengeräte. Die Betriebs- und Wartungskosten liegen 4-mal höher. Für Frankfurt mit 160 Spuren reden wir von mindestens 32 Millionen Euro. Ohne Wartung.

Deshalb dauert die Umstellung so lange.

Welche Flughäfen erlauben bereits 2 Liter Flüssigkeiten im Handgepäck?

Vollständig umgestellt:

  • Dublin (DUB): Der Flughafen Dublin hat seit dem 19. September 2025 alle Terminals umgerüstet. Die 100-ml-Regel ist dort Geschichte. Passagiere können hier problemlos größere Flüssigkeiten im Handgepäck transportieren.

  • Rom Fiumicino (FCO): Am Flughafen Rom gilt die 2-Liter-Regel seit Juli 2025. Aber Achtung: Bei Flügen in die USA oder nach Israel gilt weiterhin die 100-ml-Regel.

  • Bologna und Mailand Linate: Ebenfalls vollständig umgestellt.

Teilweise umgestellt (das ist der knifflige Teil):

  • Frankfurt (FRA): Der Klassiker. Von 160 Kontrollspuren haben gerade mal 40 die neuen Scanner. Das sind 25%. Mit anderen Worten: Du hast eine 1-zu-4-Chance, dass deine große Wasserflasche durchkommt. Die anderen drei Mal? Tonne. Am Flughafen Frankfurt ist die Regelung für Flüssigkeiten im Handgepäck noch uneinheitlich.

  • München (MUC): Der Flughafen München investiert 45 Millionen Euro in 60 CT-Scanner. Bis Sommer 2026 sollen alle 48 Kontrollspuren ausgestattet sein. Aktuell ist die Regelung für Flüssigkeiten im Handgepäck noch uneinheitlich.

  • Berlin (BER): Am Flughafen Berlin haben 24 von 42 Spuren CT-Scanner. Aber eine offizielle Regeländerung? Fehlanzeige.

CT-Scanner installiert, aber 100-ml-Regel gilt trotzdem:

Spanische Flughäfen wie Madrid und Barcelona haben die Technik bereits installiert. Die 2-Liter-Regel wurde aber nicht aktiviert. Der Grund: EU-Vorschriften verlangen zusätzliche Zertifizierungen.

Klassische Bürokratie: Technik da, Erlaubnis fehlt.

Das eigentliche Problem: Chaos statt Klarheit

Selbst Fraport empfiehlt Passagieren, beim Thema Handgepäck Flüssigkeiten weiterhin die alte 100-ml-Regel zu beachten. Warum? Weil niemand vorher weiß, welche Kontrollspur er bekommt.

Dazu kommt das Rückflug-Problem. Dein Hinflug startet vielleicht in Dublin mit 2-Liter-Regel. Aber wenn du von einem anderen Flughafen zurückfliegst, kann dort die 100-ml-Grenze gelten. Dann wird deine große Wasserflasche konfisziert. Besonders Ryanair und andere Budget-Airlines handhaben ihre Handgepäck-Regeln besonders streng. Jeder Zentimeter und jedes Gramm zählt.

Mein ehrlicher Rat: Pack so, als gäbe es die 2-Liter-Regel nicht. Wenn du dann zufällig eine moderne Spur erwischst, ist das ein Bonus. Aber darauf verlassen? Vergiss es.

Flüssigkeiten im Handgepäck: Praktische Tipps für die Übergangszeit

Bis sich die EU einig wird (also: wahrscheinlich 2030), bleiben kleine Behälter die einzige sichere Strategie.

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Wie geht es weiter mit Flüssigkeiten im Handgepäck?

Laut European Newsroom sind etwa 700 CT-Scanner in 21 EU-Ländern im Einsatz oder werden gerade installiert. Diese Geräte sollen künftig das Mitführen größerer Flüssigkeiten im Handgepäck ermöglichen.

Deutschland plant, bis Ende 2026 alle großen Flughäfen auszustatten. Frankfurt hat die ersten Scanner 2022 installiert. Jetzt, vier Jahre später, läuft immer noch nur ein Viertel der Spuren mit neuer Technik. Bis "Ende 2026" kann also auch "Anfang 2027" bedeuten.

Spanien soll 2026 folgen. Aber eine EU-weite Pflicht? Gibt es nicht. Jeder Flughafen entscheidet selbst.

Die alte 100-ml-Regel gibt es übrigens seit 2006. (Ja, wirklich. Fast 20 Jahre lang dieselbe nervige Prozedur.) Nach fast 20 Jahren ändert sich langsam etwas. Nur eben nicht überall gleichzeitig.

Häufig gestellte Fragen

Kommt drauf an. (Die nervigste Antwort, ich weiß.)
In Dublin oder Rom? Ja, kein Problem. In Frankfurt, München oder Berlin? Vielleicht. Wenn du die richtige Kontrollspur erwischst. Überall sonst? Vermutlich nicht.
Mein Rat: Für Flüssigkeiten im Handgepäck pack weiterhin die 100-ml-Fläschchen. Wenn dann doch die große Flasche durchkommt, freust du dich. Andersherum ärgerst du dich.

In Dublin oder Rom brauchst du den Beutel nicht mehr. Aber in Frankfurt? Du weißt vorher nicht, welche Kontrollspur du bekommst. Also: Beutel mitnehmen. Kostet nichts, spart Ärger.

Ein C3-Scanner nutzt Computertomographie, um Gepäck dreidimensional zu durchleuchten. Damit können Sicherheitskräfte Flüssigkeiten analysieren, ohne dass du sie auspacken musst. Die Technik ist deutlich teurer als normale Röntgengeräte. Daher der langsame Rollout.

Nein. Selbst an Flughäfen mit vollständiger 2-Liter-Freigabe (wie Rom Fiumicino) gilt bei Flügen in die USA weiterhin die 100-ml-Regel der TSA. Das liegt an den strengeren US-Sicherheitsvorschriften.

Frankfurt, München und Berlin haben CT-Scanner teilweise im Einsatz. Welche Kontrollspur du bekommst, ist aber Zufall. Daher gilt weiterhin: Pack nach der 100-ml-Regel.

Es gibt keinen verbindlichen Termin. Deutschland peilt Ende 2026 an. (Spoiler: Das wird nicht passieren.) Aber das sind nationale Ziele, keine EU-Vorgaben. Die vollständige Umstellung wird noch Jahre dauern.
*Zuletzt aktualisiert: Januar 2026*

Quellen

  1. 1 Europäische Kommission
  2. 2 ACI Europe
  3. 3 Flughafen Dublin
  4. 4 Flughafen Rom
  5. 5 Flughafen Frankfurt
  6. 6 Flughafen München
  7. 7 Flughafen Berlin
  8. 8 Madrid und Barcelona
  9. 9 Fraport empfiehlt
  10. 10 European Newsroom
  11. 11 Deutschland plant